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Glossar
 

Alpenpflanzen

Die Flora und Vegetation der höheren Lagen der Alpen wird geprägt durch ein besonderes Gebirgsklima, wie tiefe Jahresmittel der Temperatur (z.B. auf 1500 m ü. M. etwa 4° C, auf 2500 m höchstens -1° C), lange andauernde Schneebedeckung, extreme Windverhältnisse, oft mit gewaltigen Schneeverlagerungen und einer grossen Vielfalt von Bodentypen, die steinig-flachgründig und nährstoffarm oder tiefgründig und fruchtbar, kalkhaltig, sehr sauer, trocken und warm oder nass und kalt sein können.

Die meisten Arten der krautigen Alpenflora sind recht langlebig und können oft mehrere Jahrzehnte alt werden. Vor allem die stark wechselnden Witterungsverhältnisse beeinflussen die Lebensform der Alpenpflanzen. So können sich durch Rosetten-, Polster- und Horstbildung zahlreiche Gattungen
und Arten ein ausgeglichenes bodennahes Mikroklima und einen wirksamen Schutz der überlebenswichtigen Sprossknospen schaffen. Einige Beispiele:
Rosettenpflanzen: Mehrere Korblütlergattungen Asteraceae, wie Arnica, Crepis spp., Hieracium spp.,
Carlina spp.;Enziangewächse Gentianaceae; Primelgewächse Primulaceae.
Polsterpflanzen: Nelkengewächse Caryophyllaceae, wie Silene acaulis, Minuartia spp..
Horstpflanzen: Verschiedene echte Gräser Poaceae, wie Nardus, Festuca spp.; Sauergräser
Cyperaceae, wie Carex sempervirens, C. curvula, Elyna.

Samen werden von bestimmten ausdauernden Arten nur in günstigen Jahren gebildet; andere vermehren sich durch Rhizome (z.B. Gentiana lutea) oder durch Brutknospen, Lebendgebärendes Alpen-Rispengras Poa alpina vivipara und Polygonum viviparum. Einjährige Arten sind eher eine Ausnahme, z.B. Gentiana nivalis, Gentiana tenella, Euphrasia spp..

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