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Glossar
 

Vegetationsökologie

  1. Der Wert der einzelnen Art als Futterpflanze wird neben ihrem Gehalt an Nähr-, Mineral- und Wirkstoffen auch nach pflanzenbaulichen und tierhalterischen Gesichtspunkten bestimmt.

  2. Ziel des Futterbaues sollten aus ökologischen und ökonomischen Gründen verhaltnismassig artenreiche Mischbestände sein, mit ausgewogenen Anteilen an Gräsern, Leguminosen und Kräutern.

  3. Solange eine Art den Ertrag des Graslandes, die technologischen Eigenschaften des Futters sowie den Futterverzehr, die Leistung und die Gesundheit der Tiere nicht negativ beeinflusst, kann man nicht von «Unkraut» sprechen. Mit steigenden Anteilen im Bestand kann jede Art zum Unkraut werden; die eine fruher, die andere später.

  4. Durch geschickte Bewirtschaftung und Pflege der Mähwiesen und Weiden kann der Bauer die Konkurrenzkraft der erwünschten Arten fördern und die der unerwünschten schwächen. Somit sollte auch die Verunkrautung der Dauerwiesen im Rahmen der Pflanzengemeinschaft gesehen und gelöst werden.

  5. Wertvolle und ertragreiche Pflanzenbestände gibt es nur, wenn die Höhe der Düngung sowie die Zahl der Schnitte oder Weidenutzungen einander angepasst sind und dabei die Grenzen der natürlichen Ertragsfähigkeit des Standortes nicht überschritten werden.

  6. Die Intensivierung der Bewirtschaftung der Mähwiesen und Weiden ist nur dann erfolgreich, wenn wertvolle, intensiv nutzbare Gräser bestandesbildend werden, wie Englisch- und Italienisch-Raigras, Wiesenrispengras, Wiesenfuchsschwanz und in höheren Lagen oder auf trockenen Standorten auch das Knaulgras (Lolium perenne, L. multiflorum, Poa pratensis, Alopecurus pratensis. Dactylis glomerata). An gut raigrasfähigen Standorten ist auch bei sehr intensiver Graslandbewirtschaftung kaum mit grösserer Verunkrautung zu rechnen.

  7. Mähweiden und Dauerweiden, die regelmassig gedüngt, genutzt und gepflegt werden, sind meistens ertragreich und botanisch ausgewogen zusammengesetzt. Auf Standweiden verursachen besonders das selektive Über- und Unterbeweiden die Zunahme von ertragschwachen und wenig schmackhaften Arten.

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